Bruderschaft Sanctae Margarithae

Chilbi-Bott

Rund einen Monat vor der Vorstädter-Chilbi, genau gesagt immer am gleichen Monatstag, an dem die Saure Leber stattfindet (Beispiel: Saure Leber am 15. Juli, somit Chilbi-Bott am 15. Juni) findet turnusgemäss in einer der Vorstadt-Tavernen das sogenannte Chilbi-Bott statt. An diesem Anlass sind ausschliesslich Brüder und Kandidaten anwesend. Musikalisch umrahmt wird der Anlass von der sogenannten Bott-Band, welche sich seit kurzem ausschliesslich aus St. Margrithen-Brüdern zusammensetzt. Nach der musikalischen Einleitung mit dem Chilbi-Marsch werden die Stimmenzähler gewählt und der Cancellarius verliest sein wohlgereimtes Protokoll des letztjährigen Botts. Danach wird offiziell beschlossen, dass man Vorstädter-Chilbi und Saure Leber abhalten wird. Im Anschluss daran hat der Säckelmeister seinen grossen Auftritt. Aus jeweils drei Vorschlägen des Festwirts werden die Vorspeise, der Hauptgang sowie das Dessert für den Chilbi-Sonntag  ausgewählt. Die Krebsensuppe zwischen Vorspeise und Hauptgang ist bereits vorgegeben. Hier gehen die Wogen ein erstes Mal hoch und es hat auch schon ganz knappe Abstimmungsresultate gegeben. Ueber das Menü der Sauren Leber muss nicht befunden werden, sind doch hier Saure Leber und Kutteln „gesetzt“. Danach wird der Mitgliederbeitrag für die Brüder und Schwestern festgelegt. Nach einer zwanzigminütigen Pause werden die maximal elf Kandidaten für die Aufnahme in die Bruderschaft vorgestellt. Voraussetzung ist die Präsenz von mindestens einem der beiden Göttis sowie in erster Linie des Kandidaten selber. Im weiteren müssen diese mindestens an einer Vorstädter-Chilbi und einer Sauren Leber teilgenommen haben. Mit zum Teil pointierten und humorvollen Vorstellungen werden die Neubrüder den Anwesenden feil geboten. Im Anschluss daran werden diese, zusammen mit den Neuschwestern, welche am nächsten Andresenabend vorgestellt werden, offiziell und auf Lebzeiten in die Bruderschaft Sanctae Margarithae Solothurn aufgenommen. Die Aufnahme wird durch Uebergabe der Satzungen per Handschlag durch den Obmann sowie das Anstossen mit allen Anwesenden besiegelt. Zu Ehren der neuen Brüder und Schwestern wird danach aus voller Kehle das Bruderschafts-Lied gesungen.  Nach dem Traktandum „Varia und Dank“ begeben sich alle Brüder auf einen Tavernenrundgang, welcher um punkt 24 Uhr im Bott-Lokal endet, wo eine feine Mitternachtsplatte serviert wird. Im Anschluss daran begibt man sich wieder auf den Rundgang, welcher je nach dem früher oder später endet.